
Gehen ohne zu gehen.
Beschreibung
Belehrte Unwissenheit in der Begegnung mit sich selbst und der Welt
Zu gehen bedeutet, wenn man es nur will, sein eigenes Bewusstsein für ganz konkrete Dinge zu schärfen. Zu gehen bedeutet aber auch, im Fluss zu bleiben, nicht zu erstarren und damit etwas zur eigenen Persönlichkeitsbildung beizutragen. Bildung verlangt ganz offensichtlich eine Sensibilität für den Wandel, die Loslösung von Ort und Zeit, soziale und geographische Mobilität und die Bereitschaft, das Neue auf Kosten der Tradition und der Vergangenheit zu begrüßen – was eine bewegliche Haltung wie die des Gehens erforderlich macht. Um wirklich „beweglich“ zu sein, müssen aber auch Wissenstraditionen einbezogen werden, die außerhalb des Mainstreams liegen.
Beim Gehen findet ein Prozess statt, der zu einer wechselhaften Durchdringung des Physischen mit dem Geistigen, der Innen- mit der Außenwelt führt. Ist dies reine Romantik? Reiner Idealismus?
Zur Sprache kommen aufeinanderfolgende Assoziationen mit abrupten Perspektivwechseln von Zeiten und Räumen, Traum und Wirklichkeit.
Stimmen über Gehen ohne zu gehen. und Heinrich Geiger
Heinrich Geigers Buch ist die Verdichtung hunderter Bücher und Aufsätze über das gehen. Wer also nicht all diese Bücher lesen will, der kann sich mit Gehen ohne zu gehen einen Überblick über den Stand der Dinge verschaffen. Die Stärke des Buches ist die Auswahl der Quellen gemäß dem subjektiven Interesse des Autors. Zum Beispiel schreibt er über einen Künstler, der im finnischen Packeis einen Spaziergang macht und hinter dem ein Eisbrecher den gerade beschrittenen Weg aufbricht. Das ist ein kleines Bild, das haften bleibt.
Solche Miniaturen werden im Buch sehr gut erschlossen, so wie auch übergreifende Ideen zum Gehen. Der Autor erschließt also den Stand der Dinge, die relevanten Bücher und Ideen, ohne sich dabei anzustrengen, womit auch das Buch selbst beim Lesen nicht anstrengt. Zugleich trifft er auch das, was das Gehen ausmacht, so das Baugefühl, die Lust am „es geht weiter“, die Selbststeigerung des Lebensgefühls, die Welt- und Selbsterschließung und das Gefühl von Sinn und Fundierung. LINK
– Sebastian Knöpker, Phänomenologica
GEHEN OHNE ZU GEHEN heißt das neue Buch von HEINRICH GEIGER (Bonn) mit dem neugierig machenden Untertitel "Belehrte Unwissenheit in der Begegnung mit sich selbst und der Welt". Liegt da einer nur im Bett wie Oblomow und/oder flaniert in virtuellen Welten am PC? Oder schlägt er Luftwurzeln? Weder noch! Das "Gehen als Kunst" ist sozusagen Geigers "Passagen-Buch" und hat die Intention, bestehende Denkstrukturen und Grenzen zu unterlaufen.
– Wulf Noll
Weitere Informationen
Autor: Heinrich Geiger
Zusätzliche Produktinformationen
- Seiten:
- 235
- Einband:
- Klappenbroschur
- Maße:
- 14 x 21 cm
- Sprache:
- Deutsch
- Erschienen:
- Oktober 2025
- ISBN:
- 978-3-96258-224-1