2024


Februar 2024

Mitunter wechselt der Verleger (Axel Dielmann) die Seiten und greift selbst zum Stift. Sowohl als Multiplekünstler als auch als Autor vereint er dabei die Lust am Experimentieren mit Sprache und die Liebe zur Kunst. Neuestes Kind dieses mulitplen Talents ist die Kunst-Erzählung „Triz. Baumchronist“.

Worum es geht? Ein Foto von 1933. Max Pechstein zeichnet darauf seinen Sohn Mäki, blickt den Siebenjährigen an, der ihm am kleinen Tisch gegenübersitzt. Mürrisch schaut der auf die Zeichnung seines Vaters. Pechsteins zeichnende Hand überm Blatt hält inne, vergewissert sich im Blick zu dem Jungen. In diese Blickpause hinein betrachten ein Vater und sein autistischer Sohn das Foto in den Kunstsammlungen Zwickau. Die beiden haben immer wieder ihre liebe Mühe, sich über das zu verständigen, was sie gemeinsam erleben: eine Baumreihe im Wind, den Himmel überm Garten, ein zappeliges Mobilé von George Rickey, die Entstehung von Spinnweben, „La Dance“ von Matisse, ein Kaminfeuer. Aber aus dem angehaltenen Dreieck des Fotos, Pechstein und Mäki und Zeichnung, leiten die zwei Betrachter ein Zeichen des Einvernehmens ab: Triz, der Junge vor dem Foto, hält seinem Vater eine Drei hin. Wie diese Drei aussieht, wie sie sich aus dem mühseligen Austausch entwickelt hat, werden wir sehen.

Birgit Böllinger, Medienagentin über Axel Dielmann und sein Buch "Triz. Baumchronist"

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Februar 2024

Gedichtabdruck von Jürgen Rennerts "Tauwetter" aus der "Hohenloher Sonette" und Kommentar:

Der Berliner Verlag PalmArtPress hat sich alle erdenkliche Mühe gegeben und ein wunderbar in der Hand liegendes Buch ediert. 80 Seiten von kräftigem Papier in hoher Qualität (...) laden zum Blättern ein. Das Auge springt hin und her. Links jeweils ein Sonett, rechts ein Bild. Zusammen stehen sie in Korrespondenz, von der älteren Bedeutung des Wortes herkommend, stehen sie in Entsprechung oder Übereinstimmung, bilden sie eine Liaison.

Eine Malerin und ein Dichter, deren Herkunft kaum verschiedener sein könnte, konstituieren in dem Buch eine beeindruckende künstlerische Symbiose.

in der Zeitschrift Das Blättchen, 27. Jahrgang, Nummer 4, 12. Februar 2024


Februar 2024

"Der Sänger liest die Uhr im Auge des Alls" – Der Rhapsode Matthias Buth über das "Zwischenland" Deutschland und die politische Dimension von Literatur – 

Ein Interview mit Martina Pfeiffer und Matthias Buth, Kulturring, Berlin.

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Februar 2024

Jedes Gedicht, jeder Prosatext reicht dir die Hand, nimmt dich mit auf eine Reise in Landschaft, Gefühle, die unbekannt waren und plötzlich so vertraut - du staunst und willst nur weiterlesen, die Person erkunden und dich selbst erfinden, eintauchen in dieses sprachliche Abenteuer. Zeilen, die wie Musik klingen, Bilder, die dich einladen, in die du eintrittst, präzise gezeichnet, kein Wort zu viel, kein Wort kann weggelassen werden. Dies sind Gedichte und Prosatexte, die dich begleiten, auch nachdem du das Buch schließt.

Dagmar Schulz, ehemalige Verlegerin Orlanda Verlag über Rückkehr der Hornhechte. Gedichte


Januar 2024

In »RUA 17« werden dystopische Motive auf ganz eigene Weise, mit originellen – zum Teil auch witzigen – Einfällen neu durchgespielt, unter den technischen Voraussetzungen, die schon heute unsere Erfahrungswelt prägen: Kl-Programme, virtuelle Welten, humanoide Roboter. Der Blick in die Zukunft ist zwar eher dystopischer Natur, lässt dem Lesenden aber auch Raum für Hoffnung. Die Vorstellung von totaler Kontrolle ist eben auch nur eine Utopie.

phantastisch, Heft 93 über RUA 17 von Volker Kaminski


Januar 2024

Rezension (französisch) in der Zeitschrift Etudes Germaniques von J.-M. Paul


Januar 2024

Volker Kaminskis Erzählung schafft aufgrund ihrer stets spürbaren Verbindung ins heute Gruseln. Aus dem Science Fiction-Roman wird zunehmend ein Thriller (…) Es geht dabei um philosophische Fragen ebenso wie um den Wert von Freiheit. Und um die Macht der Technik, ihre Verselbständigung und die Gefahr durch heute erst erahnbare Bedrohungen. Ein Buch, das durch den derzeit kometenhaften Aufstieg der künstlichen Intelligenz aktueller nicht sein könnte.          

Stefan May,  Kulturjournalist, über RUA 17 von Volker Kaminski