2024

Juni 2024

Sich aus Fragmenten Vorstellungen einer Lebensgeschichte zu machen und Bruchstücke so zusammenzusetzen, dass eine Person lebendig wird, bedeutet, sich auf Spurensuche zu begeben und einzelne Mosaiksteine auf sich wirken zu lassen, einen Bogen zu spannen und sich auf Zusammengetragenes einzulassen. Durch das Zusammenstellen von Briefen, Dokumenten und Krankenhausunterlagen sowie durch seine literarischen Vorstellungen hat Fritz Bremer Leben und Selbstverständnis von Jakob van Hoddis (Hans Davidsohn) festgehalten.

Hilde Schädle-Deininger, Psychiatrische Pflege 9/3 2024 über „In allen Lüften hallt es wie Geschrei: Jakob van Haddis - Fragmente einer Biographie" von Fritz Bremer


Juni 2024

Veröffentlichung von Texten von Ingolf Brökel und Ulrike Ertel in Signum 25/2, Sommer 2024.


29. Mai 2024

Hereinspaziert ins Döring'sche Spiegelkabinett, in die zweck- und zügellose Sprachspiel-Welt. Natürlich ist da was schief. Doch der schräge Winkel ist auskalkuliert, wie in den Häusern von Hundertwasser und Rizzi. Der Nonsenskobold kriegt sich nicht mehr ein, lässt sich nicht gängeln, treibt unartig sein Un-Wesen. Schaurig, wie fragil doch die wohlgeordneten Bahnen sind, auf denen alles nach Plan läuft, und wie tyrannisch-unduldsam der Anspruch logischer Weltgebäude, in denen weder der an den Fassaden kratzende Witz noch das befreiende Lachen eine Daseinsberechtigung hat. Wider diesen Stachel zu löcken zeichnet so manches Opus oder Opusculum der Unsinnspoesie aus. In diese Linie gehört auch Bianca Döring.

Wir haben es in "Der Regen pengte ins Gras", neben viel Raum für den Zufall, mit proteischem Gestaltungswillen zu tun und mit lautlichen, sprachsinnlichen Kraftfeldern. Mit dadaistischer Exuberanz, kindlichem Übermut und spielerischem Unernst. Dörings unsinnsträchtige Verbalarrangements bewirken vor allem eins: die Entautomatisierung des Gewohnten.

Martina Pfeiffer, Kulturring Berlin über „Der Regen pengte ins Gras" von Bianca Döring


6. Mai 2024

Matthias Buth gelingt es, ganz Gegenwärtiges – der Bogen spannt sich von Alltag bis Tagespolitik – in lyrische Sprache zu fassen. Und nichts davon ist je beliebig. Große Konzentration, bemerkenswerte Bilder sowie stets etwas, das über das Geschriebene hinausweist

Stefan Seitz, Wuppertaler Rundschau über „Wo Worte Brot waren und warme Milch" von Matthias Buth


6. Mai 2024

Matthias Buth beherrscht sowohl den „hohen Ton“ großer, langer Gedichtstrecken als (auch) das kleine, kurze Format.

Stefan Seitz, Wuppertaler Rundschau über „Gott ist der Dichter" von Matthias Buth


Mai 2024

Neben Globalisierung geht es (...) um den Gegenbegriff der Heimat. Viele der Autoren haben daher einen Migrationshintergrund. So geht es zum Beispiel um die Erfahrung, als solcher mit der U-Bahn durch Berlin zu fahren, oder als englischsprachiger Autor in Berlin einen Rückzugsort zu finden. Auch viele eigene Erzählungen des Herausgebers aus zahlreichen Stationen in der Welt finden Einfluss in dieses Buch. Ein Schwerpunkt dabei ist der Iran, in dem der Herausgeber einige Jahre in seiner Kindheit gelebt hat und in den er immer wieder zurückgekommen ist. (...)

Zusammenfassend handelt es sich um ein ungewöhnliches Buch

Stefan Evers, Nervenheilkunde 5/24 über „Kulturkaleidoskop – Impulse der Globalisierung" von Gunnar Riemer


25. April 2024

In 70 Anekdoten, Erzählungen, Porträts, Traumgeschichten werden die Absurditäten des gesellschaftlichen sowie des persönlichen Lebens entlarvt. Behutsam und diskret wird von Freundschaft und Liebe gehandelt. Fazit: „Selbstverständlich ist gar nichts.“

Jürgen Israel, Evangelische Zeitung über „Senf zum Dessert“ von Wolfgang Hegewald


17. April 2024

Wird Meister ein Rebell im SYSTEM? (...) Wird er womöglich gar zum Systemsprenger? Liegt in seinem Arg eine Chance, um das System zu ändern? Zukunftsromane entstehen meistens (...) wie beim Science-Fiction-Autor Dietmar Dath aus einer vielschichtigen 'Verknüpfung von Theoremen, Elementen und Diskursen', wie es Stefan Willer bereits 2013 formuliert hat. Bei Volker Kaminski lassen sich gut die aktuellen Diskurse zum Pflegenotstand, Pflegerobotern, Künstlicher Intelligenz, Rentenalter, Todeswünschen und -ängsten, gemeinschaftlichen Lebensformen, Massentourismus etc. identifizieren.

Torsten Flüh, NIGHT OUT @ BERLIN über „RUA 17“ von Volker Kaminski


April 2024

„Ilsebill salzt nach“ ist trotz der Informationsdichte in erster Linie ein poetischer Dialog der Autorin mit einem ihr bisher nicht sehr vertrauten Schriftsteller. (...) Die Ich-Erzählerin verfällt der Magie der Dinge, die sie beschreibt, um sie besser zu verstehen. Sie feilt an ihren Sätzen, reflektiert über den Schreibprozess und gewährt Einblicke in die schriftstellerische Arbeit.

Maria Irod, Deutsch-Rumänische Hefte 1/2024 über „Ilsebill salzt nach“ von Carmen-Francesca Banciu


22. März 2024

"Genaue Blicke voller Liebe" (…) Leben mit Kunst, die Welt besser verstehen mit Kunst – „Triz, Baumchronist“ kreist um Zeit, Raum und den Moment. Die Erzählung zeigt und beschreibt, wieviel ergiebiger es ist, genau hinzuschauen, statt achtlos zu leben. Eine wärmende Schule des genauen Sehens und des Einander-Begegnens, so kunst- wie liebevoll."

BUCHTIPP, Frankfurter Neue Presse über „Triz, Baumchronist" von Axel Dielmann


März 2024

Die Gedichte thematisieren zu einem großen Teil von der Sehnsucht zwischen Mann und Frau, vom Sterben, vom Tod des Geliebten. Wehmütig, aber ohne Trauer. Sie sind hoffungsvoll, das Band zwischen den Liebenden niemals zerrissen. Liebe, die den Tod überdauert und einen Austausch auch jenseits unserer irdischen Existenz ermöglicht.

Die Lyrik ist vielfältig in ihrer Formensprache. Mal durch den Satz, dann wieder durch das Negieren jeglicher Interpunktion oder Großschreibung. Manchmal gibt es eine Überschrift, dann wieder nicht Immer wieder andere Stilmittel machen schon optisch einen ganz besonderen Reiz der Texte aus. Die Autorin wandelt nicht auf ausgetretenen Pfaden, sondern jongliert mit Worten und Formen.

KikiAnders, Lovelybooks über "Rückkehr der Hornhechte" von Cornelia Becker


März 2024

Der Roman stellt ein berührendes Einzelschicksal in den Mittelpunkt, und arbeitet an und mit diesem die Zeit der Jahrhundertwende facettenreich auf. Er ist spannend, lehrreich, herausfordernd. Er endet offen und hoffnungsvoll, indem er die Solidarität der Frauen beschwört.

Petra Lohrmann, www.gute-literatur-meine-empfehlung.de über Nach dem Wassertag von Elisabeth Schneider

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März 2024

Interview zwischen Autor Raimund Petschner und Martina Pfeiffer für den kulturring. berlin

Link zum Interview

Raimund Petschners Buch Die Hauptadresse der Wirklichkeit


Februar 2024

Dass sie von einigen Gottesdienstteilnehmenden post mortem veröffentlicht wurden, zeigt, dass der Franziskaner mit seiner Art zu predigen bei den Zuhörenden ankam.Die Herausgeber:innen haben Josef Schulte mit diesem Werk aus seinen eigenen Worten ein literarisches Denkmal gesetzt. Auch wer ihn nicht persönlich kannte, wird sich aus seinen Lebens-Weisheiten die ein oder andere Rosine herauspicken können, um den Alltag besser zu bestehen.

Stefan Federbusch ofm, Zeitschrift FRANZISKANER über "Lasst uns gehen in Frieden"

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Februar 2024

Mitunter wechselt der Verleger (Axel Dielmann) die Seiten und greift selbst zum Stift. Sowohl als Multiplekünstler als auch als Autor vereint er dabei die Lust am Experimentieren mit Sprache und die Liebe zur Kunst. Neuestes Kind dieses mulitplen Talents ist die Kunst-Erzählung „Triz. Baumchronist“.

Worum es geht? Ein Foto von 1933. Max Pechstein zeichnet darauf seinen Sohn Mäki, blickt den Siebenjährigen an, der ihm am kleinen Tisch gegenübersitzt. Mürrisch schaut der auf die Zeichnung seines Vaters. Pechsteins zeichnende Hand überm Blatt hält inne, vergewissert sich im Blick zu dem Jungen. In diese Blickpause hinein betrachten ein Vater und sein autistischer Sohn das Foto in den Kunstsammlungen Zwickau. Die beiden haben immer wieder ihre liebe Mühe, sich über das zu verständigen, was sie gemeinsam erleben: eine Baumreihe im Wind, den Himmel überm Garten, ein zappeliges Mobilé von George Rickey, die Entstehung von Spinnweben, „La Dance“ von Matisse, ein Kaminfeuer. Aber aus dem angehaltenen Dreieck des Fotos, Pechstein und Mäki und Zeichnung, leiten die zwei Betrachter ein Zeichen des Einvernehmens ab: Triz, der Junge vor dem Foto, hält seinem Vater eine Drei hin. Wie diese Drei aussieht, wie sie sich aus dem mühseligen Austausch entwickelt hat, werden wir sehen.

Birgit Böllinger, Medienagentin über Axel Dielmann und sein Buch "Triz. Baumchronist"

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Februar 2024

Der Berliner Verlag PalmArtPress hat sich alle erdenkliche Mühe gegeben und ein wunderbar in der Hand liegendes Buch ediert. 80 Seiten von kräftigem Papier in hoher Qualität (...) laden zum Blättern ein. Das Auge springt hin und her. Links jeweils ein Sonett, rechts ein Bild. Zusammen stehen sie in Korrespondenz, von der älteren Bedeutung des Wortes herkommend, stehen sie in Entsprechung oder Übereinstimmung, bilden sie eine Liaison.

Eine Malerin und ein Dichter, deren Herkunft kaum verschiedener sein könnte, konstituieren in dem Buch eine beeindruckende künstlerische Symbiose.

in der Zeitschrift Das Blättchen, 27. Jahrgang, Nummer 4, 12. Februar 2024 über "Hohenloher Sonette"


Februar 2024

"Der Sänger liest die Uhr im Auge des Alls" – Der Rhapsode Matthias Buth über das "Zwischenland" Deutschland und die politische Dimension von Literatur – 

Ein Interview mit Martina Pfeiffer und Matthias Buth, Kulturring, Berlin.

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Februar 2024

Jedes Gedicht, jeder Prosatext reicht dir die Hand, nimmt dich mit auf eine Reise in Landschaft, Gefühle, die unbekannt waren und plötzlich so vertraut - du staunst und willst nur weiterlesen, die Person erkunden und dich selbst erfinden, eintauchen in dieses sprachliche Abenteuer. Zeilen, die wie Musik klingen, Bilder, die dich einladen, in die du eintrittst, präzise gezeichnet, kein Wort zu viel, kein Wort kann weggelassen werden. Dies sind Gedichte und Prosatexte, die dich begleiten, auch nachdem du das Buch schließt.

Dagmar Schulz, ehemalige Verlegerin Orlanda Verlag über Rückkehr der Hornhechte. Gedichte


Januar 2024

In »RUA 17« werden dystopische Motive auf ganz eigene Weise, mit originellen – zum Teil auch witzigen – Einfällen neu durchgespielt, unter den technischen Voraussetzungen, die schon heute unsere Erfahrungswelt prägen: Kl-Programme, virtuelle Welten, humanoide Roboter. Der Blick in die Zukunft ist zwar eher dystopischer Natur, lässt dem Lesenden aber auch Raum für Hoffnung. Die Vorstellung von totaler Kontrolle ist eben auch nur eine Utopie.

phantastisch, Heft 93 über RUA 17 von Volker Kaminski


Januar 2024

Rezension (französisch) in der Zeitschrift Etudes Germaniques von J.-M. Paul


Januar 2024

Volker Kaminskis Erzählung schafft aufgrund ihrer stets spürbaren Verbindung ins heute Gruseln. Aus dem Science Fiction-Roman wird zunehmend ein Thriller (…) Es geht dabei um philosophische Fragen ebenso wie um den Wert von Freiheit. Und um die Macht der Technik, ihre Verselbständigung und die Gefahr durch heute erst erahnbare Bedrohungen. Ein Buch, das durch den derzeit kometenhaften Aufstieg der künstlichen Intelligenz aktueller nicht sein könnte.          

Stefan May,  Kulturjournalist, über RUA 17 von Volker Kaminski